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Wasser-Lesen im Orient

Themen-Beitrag zu Wasserlesen

Wasser-Lesen im Orient

Wasser-Lesen im Orient

Das Wasser-Lesen, auch Hydromantie genannt, zählt zu den ältesten Wahrsagekünsten der Welt. Vor Tausenden von Jahren war das Ritual bereits in der Antike und im alten Rom populär, um einen Blick in die Zukunft zu wagen. Schon das weltberühmte Orakel von Delphi funktionierte unter anderem mit der Hydromantie. Auch im Mittelalter geriet das Interesse an dem Wasser-Lesen nicht in Vergessenheit. Erst mit dem kirchlichen Verbot aller Formen der Weissagung verlor die traditionelle Praktik mit der Zeit ihren Stellenwert.

Das osmanische Reich und das Wasser-Lesen

Diese Geschichte dürften viele kennen, die sich mit dem Wasser-Lesen auseinandergesetzt haben. Einen wichtigen Bereich der Historie wird aber häufig vergessen. Denn nachdem die Hydromantie im westlichen Europa bereits so gut wie vergessen war, erfreute sie sich im Orient noch immer grosser Beliebtheit. Im gemeinen Volk wurde das alte Ritual noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hauptsächlich im Osmanischen Reich angewandt.

Im Bereich der Weissagung sind die Türkei und der Orient speziell für das Kaffeesatzlesen oder die Arbeit mit Omen bekannt. Das Wasser-Lesen kommt hier oftmals zu kurz. Die jahrtausendealte Tradition war unter den Menschen weit verbreitet und besonders durch die freie Verfügbarkeit aller notwendigen Materialien beliebt. Erfahrene Wasser-Leser wurden im Osmanischen Reich hoch angesehen.

Das Wasser-Lesen in Ägypten und Indien

Auch in Ägypten und Indien war zur Hälfte des 19. Jahrhunderts das Wasser-Lesen noch weit verbreitet. In diesen Gebieten wurden strikte Praktiken vollzogen, mit welchen man mithilfe des Wassers die Zukunft sehen konnte. Zu diesem Zweck wurde ein Wasserbecken und eine Schüssel voller Holzkohle verwendet. Dann schrieb der zuständige Wahrsager Beschwörungsformeln für vertraute Geister auf verschiede Zettel auf.

Die Hydromantie wurde zu dieser Zeit im Orient oft von kleinen Jungen ausgeführt, was auch bei diesen Praktiken häufig der Fall war. Einen der vorher beschriebenen Zettel warf der Wahrsager bei dem orientalischen Ritual dann mit etwas Weihrauch in das Wasserbecken. Anschliessend kam ein zuständiger Junge zum Becken und blickte in das Wasser. Indem er augenscheinlich in Trance verfiel, erläuterte der Junge alles, was er im Wasserbecken sehen konnte. Meist ging es hierbei um die Zukunft, aber auch um Geister, verstorbene Bekannte oder abwesende Personen.

Das alte Persien und das Wasser-Lesen

Einige Experten und Historiker sind der Meinung, dass die Hydromantie ihren Ursprung im alten Persien hat. Anschliessend soll sie vom zweiten römischen König Numa Pompilius und dem griechischen Philosophen Pythagoras verbreitet worden sein. Im alten Persien war die Wahrsagerei, wie in den meisten anderen Gebieten des Orients sehr beliebt. Speziell die Assyrer, die zu dieser Zeit im persischen Reich lebten, praktizierten die Hydromantie ausgiebig. Sie verwendeten zu diesem Zweck ein Ritual, welches im antiken Griechenland als Lekonomantie bekannt war.

Während dieser Praktik wurde Wasser in eine Schale gefüllt. Anschliessend wurde geschmolzenes Blei, Wachs oder Öl in das Wasser gegossen, wodurch sich die Oberfläche der Flüssigkeit änderte. Zudem legte man Plättchen aus Gold, Silber oder Edelsteinen in das Wasser. Die Lekonomantie wurde überwiegend für die Zukunftsaussicht genutzt, aber auch für die Besichtigung von Geistern. Wie in Ägypten und Indien galten kleine Jungen und schwangere Frauen als ideales Medium für die Hydromantie. Die Lekonomantie wurde bereits im Alten Testament erwähnt. Zu dieser Zeit wurde das Ritual in Babylon verwendet.

Das Wasser-Lesen und seine Besonderheit im Orient

Die Kunst der Wahrsagerei hatte sowohl in Europa als auch im Orient einen wichtigen Stellenwert. Was bei Letzterem jedoch auffällt, ist die unglaubliche Entwicklung. In keinen Gebieten gab es die Hydromantie so früh und an keinem anderen Ort hielt sich das Wasser-Lesen so lange im Mittelpunkt. Wenn man den Vorstellungen vieler Experten und Quellen Glauben schenkt, dann begann die Reise der Hydromantie im babylonischen Reich, führte über das alte Persien und hatte ihre letzten grossen Auftritte im Osmanischen Reich.

In der Zwischenzeit wurde das Ritual in das antike Griechenland gebracht, nach Rom überführt, durchquerte Europa im Mittelalter und wird heute immer noch praktiziert. Natürlich gab und gibt es das Wasser-Lesen auch in allen anderen Gebieten der Erde. Nicht grundlos ist die älteste Form der Weissagung in Fachkreisen noch heute sehr beliebt, auch wenn sie eine ganze Menge an Bekanntheit einbüssen musste. In der Türkei gilt das Wasser-Lesen neben dem Kaffeesatzlesen noch immer als eine der populärsten Arten der Wahrsagerei.

Orientalisches Wasser-Lesen bei Zukunftsblick

Die beeindruckende Kunst der orientalischen Hydromantie ist heute besonders in Europa kaum zu finden. Trotz grossem Interesse vieler Interessenten lassen sich kaum Wasser-Leser finden, die sich mit der orientalischen Geschichte und deren Methoden auskennen. Die professionellen Wahrsager von Zukunftsblick schaffen hier Abhilfe. Durch langjährige theoretische und praktische Erfahrung im Bereich der Hydromantie kann hier eine umfassende Beratung über die alten Rituale stattfinden. Natürlich können die orientalischen Rituale auch direkt in der Praxis angewandt werden. Die jahrtausendealte Tradition hat im Laufe ihres Weges zahlreiche Länder durchschritten, unzählige Menschen beraten und verschiedenste Kulturen miterlebt. Und heute können bei Zukunftsblick auch Sie von dem wirksamen Brauch profitieren.



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